An vielen Orten sind Pumpfoils längst nichts Besonderes mehr – ähnlich wie Scooter, die man überall sieht und die von Kindern geliebt werden. Aber hast du schon einmal eine Kombination aus beidem gesehen? Gibt es so etwas überhaupt?
Foil Scoot
Ja, das gibt es! Ein Foilscooter (oft auch Foil Scoot genannt) ist eine Kombination aus Pumpfoil und Scooter. Wie beim Pumpfoil bringst du Energie ins System, indem du deinen Körper auf‑ und abbewegst – aber es gibt ein paar Unterschiede. Während du auf einem Pumpfoil quer zur Fahrtrichtung stehst, bist du auf einem Foil Scoot in Fahrtrichtung ausgerichtet und hältst dich mit den Händen an einem Griff fest, der an der Vorderseite des Boards befestigt ist. Bei beiden Setups sorgt das Foil unter dem Board für Auftrieb, sodass du über das Wasser gleitest.
Alle, die bereits Pumpfoiling ausprobiert haben, kennen es: Pumpfoilen zu lernen ist eine echte Herausforderung. Die meisten Menschen brauchen rund 300 bis 400 Versuche, und besonders am Anfang wird man regelrecht vom Board abgeworfen.
Einer der Gründe dafür ist, dass es während der Startphase einen Moment gibt, in dem man das Board loslässt und dann auf das Board springt. Wenn man nicht an der richtigen Stelle landet oder die Gewichtsverteilung nicht stimmt, kann das Board nach links oder rechts ausscheren — manchmal mit ziemlich harten Stürzen als Folge.
Bei einem Foil Scoot lässt man das Setup hingegen nie vollständig los — man hat immer eine führende Hand am „Lenker“. Während der gesamten Fahrt hält man sich am „Lenker“ fest, vom Start bis zum Ende des Runs. Auch wenn der Griff keinen perfekten Start garantiert, sorgt er doch dafür, dass das Board nicht unkontrolliert wegschiesst, was schwere Stürze verhindert.
Da der Foiler ständig mit dem Board verbunden bleibt, fühlt sich das System deutlich stabiler an. Deshalb empfinden viele Menschen Foil Scoots anfängerfreundlicher als klassisches Pumpfoiling Setups. Das Foil Scoot bietet eine gute Möglichkeit, ein erstes Gefühl für die Gewichtsverteilung zu bekommen und zu lernen, wie das Foil Auftrieb erzeugt. In diesem Sinne ist es ein idealer Einstieg ins Pumpfoiling — besonders für diejenigen, die Angst vor heftigen Stürzen haben.
Foil Scoot – Bildquelle: Indiana Paddle & Surf
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Während die ersten Foil Scoots noch Do‑it‑yourself‑Konstruktionen waren, bringen inzwischen immer mehr Foil‑Marken eigene Modelle auf den Markt. So hat Indiana Paddle & Surf gerade ein neues Einsteiger‑Set vorgestellt, das sowohl zum Pumpfoilen als auch — zusammen mit dem passenden Griff — als Foil Scoot genutzt werden kann. Das Set kommt mit einem High‑Aspect‑Frontwing (132 cm Spannweite, 1935 cm²), der für Ultra‑Low‑Speed‑Takeoffs und müheloses Langstrecken‑Pumpen ausgelegt ist — ideal also, um Pumpfoiling oder Foil Scooting zu lernen.
Egal ob du ein erfahrener Pumpfoiler oder ein kompletter Anfänger bist: Es lohnt sich auf jeden Fall, einen Foil Scoot einmal auszuprobieren.
